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Das Projekt PHeFE ist
nicht
der erste Versuch, die Produktion
elektronischer Geräte nachhaltiger zu gestalten.

Bereits
in
den 1990er Jahren brachte der WWF eine ökologische
PC-Maus auf
den Markt. Diese Maus zeichnete sich durch verringertes
Materialvolumen, ein Gehäuse aus Recyclingkunststoffen,
umweltfreundliche Verpackung sowie den damals sehr
fortschrittlichen
Verzicht auf FCKWs und die Vermeidung weiterer
umweltschädlicher
Verarbeitungsprozesse aus.

Ende
der
1990er
Jahre
unternahmen
der
BUND (Bund für Umwelt- und
Naturschutz) und die IT-Firma Cherry GmbH den
gemeinsamen
Versuch,
eine
ökologische
Tastatur auf dem Markt zu etablieren. Aus
ökologischer
Sicht wies diese Tastatur, deren Design sich auch an
den Vorgaben des
Umweltzeichens Blauer
Engel orientierte und über diese
hinaus ging,
vergleichbare Vorzüge auf wie die WWF-Maus.
Zusätzlich
wurde
viel Wert auf eine unkomplizierte Wiederverwertbarkeit
der
Einzelteile
gelegt.
2005
entwickelte die österreichische Entwicklungsfirma Kerp
erneut eine
Öko-Maus. Dieses Modell arbeitete bereits mit
LED Technik
und war
zudem kabellos. An dieser Maus sollten in erster Linie die
Prinzipien des „Ökodesigns“ demonstriert werden. So
war diese Maus
die erste, die vollständig bleifrei gelötet war.
Wie ihre
Vorgänger hatte auch sie ein Gehäuse
aus umweltfreundlichen Materialien: Es wurde der
Holzwerkstoff
Arboform als Spritzmaterial genutzt. Vor allem zeichnete
sich diese
kabellose Maus aber durch ökologisch sehr
fortschrittliche Technik
in der Energieversorgung und Übertragetechnik aus.
Leider
ist keines dieser Eingabegeräte mehr im Handel
erhältlich, da sich die serielle Produktion dieser
ökologisch
fortschrittlichen Modelle in ihrer Zeit noch nicht als lohnenswert
erwies. Der Trend hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt,
so
dass zum derzeitigen Zeitpunkt durchaus ein wachsender
Absatzmarkt
für wirklich nachhaltige IT Geräte vorhanden ist (s.Absatzmarkt)
In
neuerer
Zeit
werben
verschiedene
größere
Elektronikfirmen mit
grünen
Produkten, v.a. Handys, aber auch Computern, USB Sticks
und anderen. „Grün“ bezieht sich dabei in erster
Linie
auf den Energieverbrauch der Produkte und weniger auf den Herstellungsprozess.
Zum
Teil
werden
auch
besonders
umweltschädliche
Materialien
ausgeschlossen, meist im Einklang mit bestehenden oder
kommenden EU-Vorschriften. Einige Produkte haben zudem ein
umweltfreundlicheres Gehäuse, z.B. aus nachwachsenden
Rohstoffen.
Diese neueren Bemühungen haben den Umweltaspekt des
Endproduktes im Fokus. Soziale Aspekte in der
Zulieferkette
werden in keinem
dieser Produkte berücksichtigt.
Im Gegensatz dazu unterscheidet sich die
geplante Faire
Maus vor allem im Produktionsprozess von
herkömmlichen
Mäusen. Vor allem, und das ist wirklich neu, sollen menschenwürdige
Arbeitsbedingungen sichergestellt werden. Auch die
Auswirkungen der Produktion auf die menschliche und
natürliche
Umgebung sind ein Schwerpunkt. Dies ist besonders bei der
Gewinnung der
Rohstoffe, wie z.B. dem Lötzinn, relevant.